Mobilfunk wechseln und Rufnummer mitnehmen — so geht's
Sie möchten den Mobilfunkanbieter wechseln, aber Ihre Nummer behalten? Dieser Ratgeber erklärt Rufnummermitnahme (Portierung) Schritt für Schritt — inkl. typischer Fehler.
Eine der häufigsten Fragen beim Mobilfunk-Wechsel: „Kann ich meine Rufnummer behalten?” Die Antwort ist eindeutig: Ja — und es ist kostenlos und gesetzlich garantiert.
Die Übertragung einer Rufnummer vom alten auf den neuen Anbieter heißt Portierung oder Rufnummermitnahme. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie der Prozess funktioniert, worauf Sie achten müssen — und wie NETYO Ihnen dabei hilft.
Was ist Rufnummermitnahme?
Rufnummermitnahme bedeutet: Sie kündigen Ihren alten Mobilfunkvertrag, schließen einen neuen ab — und Ihre bisherige Telefonnummer bleibt dieselbe. Der neue Anbieter übernimmt die Nummer technisch vom alten Anbieter.
Gesetzliche Grundlage: Das Telekommunikationsgesetz (TKG) garantiert jedem Verbraucher in Deutschland das Recht auf kostenlose Rufnummermitnahme. Kein Anbieter darf dafür eine Gebühr verlangen.
Welche Nummern können mitgenommen werden?
- Alle deutschen Mobilfunknummern (015x, 016x, 017x)
- Festnetznummern in einen Mobilfunkvertrag — in einigen Tarifen möglich
- Firmennummern (erfordert manchmal Handelsregisterauszug)
Nicht möglich: Ausländische Nummern (z.B. +7 aus Russland) können nicht in einen deutschen Mobilfunkvertrag portiert werden.
Schritt-für-Schritt: So läuft die Rufnummermitnahme ab
Schritt 1: Neuen Tarif aussuchen und abschließen
Wählen Sie Ihren neuen Tarif — bei NETYO, direkt beim Anbieter oder über ein Vergleichsportal. Beim Abschluss des neuen Vertrags gibt es in der Regel die Frage: „Möchten Sie eine bestehende Rufnummer mitbringen?”
Wählen Sie Ja und geben Sie Ihre bisherige Rufnummer an.
Schritt 2: Portierungsantrag stellen
Der neue Anbieter stellt bei Ihrem alten Anbieter einen Portierungsantrag. Dafür benötigt er:
- Ihre Rufnummer
- Ihre Kundennummer beim alten Anbieter (auf Ihrer Rechnung)
- Ihren Namen (muss mit dem Vertrag übereinstimmen)
Sie müssen dabei nichts weiter tun — außer dem neuen Anbieter diese Informationen mitteilen.
Schritt 3: Kündigung beim alten Anbieter
Hier gibt es zwei Möglichkeiten:
- Der neue Anbieter kündigt für Sie (empfohlen): Die meisten Anbieter übernehmen die Kündigung im Rahmen des Wechsels automatisch — zum richtigen Zeitpunkt und mit richtiger Frist.
- Sie kündigen selbst: Wenn Sie zum nächsten möglichen Zeitpunkt kündigen möchten (nicht auf den nächsten Vertragszyklus warten wollen), können Sie selbst kündigen — dann sagen Sie das dem neuen Anbieter.
Schritt 4: Portierungszeitpunkt
Der neue Anbieter stimmt den Portierungszeitpunkt mit Ihnen ab. Typischerweise:
- Innerhalb von 1–2 Werktagen nach Kündigung
- Am Ende des laufenden Vertrags (wenn Sie bis zum regulären Ende warten)
Am Portierungstag sind Ihre alte SIM für einige Stunden nicht erreichbar — das ist normal. Die neue SIM wird aktiviert und hat ab dann Ihre gewohnte Nummer.
Schritt 5: Neue SIM einlegen — fertig
Sobald die Portierung abgeschlossen ist, erhalten Sie eine Benachrichtigung (SMS oder E-Mail). Legen Sie die neue SIM-Karte ein und fertig — Ihre Nummer ist da.
Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden
Fehler 1: Alte SIM zu früh deaktivieren
Kündigen Sie Ihren alten Vertrag nicht, ohne gleichzeitig die Portierung zu beantragen. Wenn der alte Anbieter die Nummer vor der Portierung löscht, ist die Nummer verloren.
Fehler 2: Falsche Kundennummer angegeben
Die Portierung schlägt fehl, wenn die Kundennummer nicht mit dem Vertrag übereinstimmt. Prüfen Sie Ihre aktuelle Rechnung sorgfältig.
Fehler 3: Zu kurze Vorlaufzeit
Planen Sie mindestens 4–6 Wochen ein, wenn Sie zum Vertragsende wechseln wollen. Spontane Portierungen unter 2 Wochen sind technisch möglich, aber nicht immer garantiert.
Fehler 4: Prepaid-Nummer portieren
Prepaid-Nummern können nur mit einem Identitätsnachweis portiert werden. Stellen Sie sicher, dass Sie sich beim alten Anbieter korrekt registriert haben.
Was kostet die Rufnummermitnahme?
Nichts. Gesetzlich ist Rufnummermitnahme kostenlos — für Sie als Verbraucher. Der neue Anbieter trägt die technischen Kosten.
Manche Anbieter haben früher eine “Portierungsgebühr” erhoben — das ist seit der TKG-Novelle nicht mehr zulässig. Wenn ein Anbieter dennoch Gebühren verlangt: beschweren Sie sich bei der Bundesnetzagentur.
Rufnummermitnahme mit NETYO
Bei NETYO kümmern wir uns um den gesamten Wechsel:
- Wir beraten Sie zu Tarifen, die zu Ihrem Verbrauch passen
- Wir beantragen die Portierung für Sie
- Wir koordinieren Kündigung und Wechsel
- Wir erklären alles auf Deutsch und Russisch
Weiterführend: